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Bauverein vernachlässigt Instandhaltungsverpflichtungen


„Der Bauverein muss seinen Instandhaltungsverpflichtungen endlich nachkommen“ forderte der Vorsitzende des FDP Ortsverbands Eberstadt, Andreas May, anlässlich einer Besichtigung von Wohnanlagen am Kirnberger Platz in Eberstadt Süd. Der bauliche Zustand der besichtigten Wohnanlagen müsse als mangelhaft bezeichnet werden.
„Die Verschleppung von Instandhaltungsmassnahmen der Bausubstanz zerstört Werte und stellt eine wesentliche Ursache für die stetige Zunahme der Leerstände dar. Hier werden sicherlich mittelfristig direkt oder indirekt erhebliche Einbußen auf die Stadt zukommen “, fuhr May weiter fort.
„Die besichtigten Wohnungen weisen erheblichen Schimmelbefall auf. Bereits beim Betreten der Wohnungen schlägt dem Besucher starker Sporengeruch entgegen. Es besteht ernsthafter Zweifel daran, daß die Nutzung als Wohnraum in diesem Zustand zulässig ist. Als skandalös muss der Umstand bewertet werden, Familien mit Kindern hier wohnen zu lassen“ ergänzte May. Nach Angaben von Mietern seien bereits mehrere Wohnungen in der Anlage behördlich als unbewohnbar eingestuft und gesperrt worden. Dennoch habe der Bauverein nicht gehandelt.
„In solchen Fällen wird die Schuld häufig zuerst beim Mieter gesucht. Die besuchten Wohnungen waren jedoch wie allgemein üblich eingerichtet und gekonnt gestaltet. Vernachlässigung und schlechtes Lüften sind meines Erachtens in diesen Fällen als Ursache auszuschließen.“ Als möglicher Auslöser kämen vielmehr Feuchtigkeitseinbrüche an undichten Fenstern und an Wänden in Betracht.
May kritisierte auch den Zustand von Treppenhäusern und Gemeinschaftsanlagen, die offensichtlich seit Jahrzehnten nicht mehr gründlich renoviert wurden. Auch sei der Zustand der Balkone teilweise als kritisch zu bezeichnen. An vielen Stellen lägen die Armierungseisen des Betons frei, was die Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion erheblich reduziert. Einige Balkone seien nach Angaben von Bewohnern auch schon gesperrt worden.
Viele Mieter beklagten sich außerdem über rüdes, abweisendes Verhalten der Mitarbeiter des Bauvereins. Vorgebrachte Kritik werde nicht ernst genommen und Beschwerden häufig ignoriert. Ein solches Abwimmelverhalten trage nicht zur Verbesserung der Gesamtsituation bei.
“Dem Bauverein kommt in unserer Stadt nach eigenen Angaben eine besondere soziale Verantwortung zu. Was bei der Vergabe von Bauprojekten gilt, muß gleichermassen auch bei der Instandhaltung in Eberstadt Süd gelten“. stellte May abschließend fest.
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